Prima selbstgebacken

Man nehme:

1 Tasse Wasser

1 Tasse Zucker

1 Tasse Mehl

1 Tasse braunen Zucker

4 große Eier

1 Stück weiche Butter

2 Tassen getrocknete Früchte

1 Teel. Backpulver

1 Teel. Salz

1 Hand voll Nüsse

1 Zitrone

1 Liter guten Whisky

Zubereitung

1. Zunächst kosten Sie den Whisky und überprüfen seine Qualität!

2. Nehmen Sie dann eine große Rührschüssel zur Hand!

3. Währenddessen probieren Sie nochmals den Whisky und überzeugen sich davon, dass er wirklich von bester Qualität ist.

4. Gießen Sie dazu eine Tasse randvoll und trinken Sie diese aus!

5. Wiederholen Sie diesen Vorgang!

6. Schalten Sie den Mixer an und schlagen Sie in die Rührschüssel die Butter flaumig weich!

7. Überprüfen Sie, ob der Whisky noch in Ordnung ist. Probieren Sie dazu nochmals eine Tasse voll.

8. Mixen Sie den Schalter aus!

9. Brechen Sie dann zwei Eier aus und zwar in die Rührschüssen. Hau’n Sie die schrumpligen Früchte mit rein!

10. Malten Sie den Schixer aus!

11. Wenn das blöde Obst im Trixer stecken bleibt, lösen’s des mit ´nem Traubenschier!

12. Hüberprüfen Sie den Whisky auf seine Konsissstenzzz…

13. Jetzt schmeißen Sie die Zitrone in den Hixer und drücken Sie die Nüsse aus!

14. Fügen Sie eine Tasse hinzu, Zucker, alles was auch immer…

15. Fetten Sie den Ofen ein! Drehen Sie ihn um 360°. Schlagen Sie auf den Mehixler, bis er ausgeht!

16. Werfen Sie die Rührschüssen aus dem Fenster und überprüfen Sie den Geschmack des übrigen, abgestandenen Whiskys.

17. Gehen Sie ins Bett und pfeifen Sie auf den Kuchen.

"Weihnachtsstress"

Als im August in den Geschäften
die Pfefferkuchenzeit begann,
da fragten viele mit Entsetzen:
Kommt denn schon jetzt der Weihnachtsmann?

Seitdem sind Monate vergangen,
nun ist es wirklich fast soweit.
Es öffneten die Weihnachtsmärkte
und in der Luft liegt Heimlichkeit.

Längst sind die Wunschzettel geschrieben,
der Stollenduft zieht durch das Land
und auf der Suche nach Geschenken,
wird selbst am Sonntag rumgerannt.

Es gibt so vieles zu bedenken,
damit man wirklich nichts vergisst.
Und mancher wünscht sich schon seit Wochen,
dass alles bald vorüber ist.

Dann ist er da, der Heiligabend,
der Weihnachtsbaum ist bunt geschmückt.
Jetzt gibt es nur noch den Gedanken,
dass auch der Weihnachtsbraten glückt.

Die Feiertage gehn vorüber,
man übt sich in Besinnlichkeit.
Doch um sich wirklich zu besinnen,
bleibt einem viel zu wenig Zeit.

Gestresst von all dem Weihnachtstrubel
schwört sich dann wieder jedermann:
Im nächsten Jahr wird alles anders!
Na, hoffentlich denkt ihr auch dran.

 

 

 

 

"Vom "gefallenen" Weihnachtsmann"

Seit Jahren spannt der Weihnachtsmann
seinen Schlitten nicht mehr an.
Denn der wohl ersehnte Schnee,
der war nirgends wo zu sehen.
Ins Auto umgestiegen ist er nun,
um seine schwere Arbeit gut zu tun.
Er stürzte sich in den Weihnachtstrubel
und wollt sie verteilen alle seine Rubel.
Doch da, oh Graus,
auf der Überholspur neben Ihm,
der Nikolaus,
mit seinem schwarzen Geschoß aus Gummi,
da war es aus,
er traf Ihn wie ein bunter Flummi,
warf Ihn hin, warf ihn her,
er wußte alle Wünsche auf einmal gar nicht mehr.
Die Zettel mit den Wünschen für den Heiligenabend,
er dachte, wo könnt er sie nur haben.
Er fand sie nicht
im dunklen Winterlicht.
Ganz verbittert kam er zu dem Entschluß
es wird wohl dies Jahr nur ein Weihnachtsgruß.
Die Geschenke,
die er wollt verteilen,
werden die Empfänger erst
bei der nächsten winterlichen Schlittenfahrt ereilen.
So gebt auf Eure Gesundheit schön acht
und habt noch eine schöne,
fröhliche Heilge Nacht.

 

 

 

"Weihnachtsfrau oder Weihnachtsmann"

Im Sinne der Emanzipation
stellte sich jeder die Frage schon:
Warum heißt es "Weihnachtsmann" ?
Hörte es sich nicht besser an,
wenn es hieße "Weihnachtsfrau" ?
Nun ja, ich weiß es nicht genau.
Auf jeden Fall fiel es mir schwer,
käm da 'ne Frau mit Bart daher,
mir das Lachen zu verkneifen.
Weil Frauen doch gewöhnlich keifen,
erfreute es mich sowieso,
rief sie noch lauthals: Ho Ho Ho !

Man stelle sich vor, dann schwänge die Gute
während des Rufens auch noch ihre Rute.
Doch die Grenze zum guten Geschmack,
das wäre wohl der pralle Sack.

Nach dieser Analyse des Geschlechtes
und im Eifer des Gefechtes,
ergeben meine Argumente dann:
Es kann nur heißen: "Weihnachtsmann"!

 

 

 

"Es naht die liebe Weihnachtszeit"

Ihr Kinder seid nun stille
Die Mutti ist schon ganz nervös,
sucht ihre Kreislaufpille.

Es gibt so schrecklich viel zu tun,
ein Fest braucht Vorbereitung.
Nur Opa sitzt vor seinem Schnaps
Und liest in Ruhe Zeitung.

Der Vati zerrt am Weihnachtsbaum,
das Ding das steht nicht gerade,
und das es kaum noch Nadeln hat
ist auch ein wenig schade.

Nur Dackel Waldi ist entzückt.
Bis dahin musst er immer
zum Bäumchen vor die Tür hinaus,
jetzt hat er eins im Zimmer.

Papa wühlt in den Pappkartons,
dann schimpft er "Donnerwetter!
Was ist das für 'ne Wirtschaft hier?
Wo ist denn das Lametta?"

Dann brennt der Käsekuchen an,
Mama fängt an zu weinen.
Nur Opa ohne Zeitgefühl
Genehmigt sich noch einen.

 

  

 

"Kein Schnee"

Der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten,
hat noch niemals so gelitten,
kein Schnee für seines Schlitten Kufen,
er muss den Pannendienst wohl rufen.

Der Engel vom ADAC,
sagt auch verzweifelt nur, oh ne,
für Schlitten hab ich keine Reifen,
das müssen leider sie begreifen.

Ein grosser Laster muss nun her,
der Schlitten ist ja furchtbar schwer,
der Weihnachtsmann, er schuftet fleissig,
doch überall ist Tempo 30.

So kommts Geschenk nicht pünktlich an,
es ärgert sich ein jedermann,
dem Weihnachtsmann wirds schon ganz flau,
denn nun steckt er im Riesenstau.

Die Rentiere stehn da und lachen,
was macht der Alte bloss für Sachen,
sie könnten sich vor Freude biegen,
er hat vergessen, wir könn fliegen.

So kriegt auch diesmal jedes Kind,
ganz sicher sein Geschenk geschwind,
denn würde das mal nicht so sein,
der liebe Gott liess es schon schnein.

 

  

 

"Denkt Euch"

Denkt euch, ich habe drei Hirten gesehn
die waren so voll, sie konnten kaum stehn
hörte sie nur verlegen lallen
sind auf Mercedes Stern reingefallen.

Denkt euch, ich habe Knecht Ruprecht gesehn
es war auf der Reeperbahn lange nach zehn
er brummelte nur, ich muss mich sputen
so mancher verlangt hier eilig nach Ruten.

Denkt euch, ich habe die Tanne gesehn
so lange schon am Waldesrand stehn
treff wieder sie als Weihnachtsbaum
war nicht so ganz ihr Lebenstraum.

Denkt euch, ich hab den Minister gesehn
kann Steueraufregung nicht verstehn
wie schön ist jetzt doch seine Welt
kassiert auch noch das Weihnachtsgeld.

 

 

 

"Die Weihnachtsgeschichte in die Neuzeit geholt"

Im wunderschönen Bayernland
war die Mary mit`m Josef bekannt;
und die Bekanntschaft ging so weit,
daß Mary sich zeigte empfängnisbereit.
So sehr, was ICH find`sehr apart,
daß die Mary schwanger ward.

In der Firma, in der Jupp beschäftigt war,
war gerade mal keine Kohle mehr da.
Zu Josef`s Ärger kam es auch dann,
daß die Firma Konkurs meldete an.
Zu allem Übel kam es sodann,
denn Josefs Vermieter meldete Eigenbedarf an.

Ohne Job und Wohnungslos
suchte Jupp bei Mary Trost;
sie konnte nicht helfen, ihr Zimmer war zu klein;
die beiden paßten da einfach nicht rein.
Jupp meint`Ich weiß, wonach mir steht der Sinn:
Wir zieh`n nach Köln am Rhein einfach hin !
Dort wird es besser; Du wirst es schon seh`n, -
was soll`n wir denn hier noch
auf Wohnungssuche geh`n !

Vom Arbeitsamtsgeld, das die beiden noch hatten,
taten sie dann die Fahrkarten berappen.
Für Mary war die Fahrt im Zug hart,
weil sie schon im 8.ten Monat schwanger ward.
In Köln dann endlich angekommen,
haben sie direkt die Stufen zum Sozialamt erklommen,
doch der dortige Sachbearbeiter spricht:
Leere Wohnungen - hier in Köln - haben wir nicht !!!
Und die Hotelzimmer sind auch alle voll; --
Wegen dem Weihnachtsmarkt ha`m wir hier Lück wie doll !
Der Mann kann im Männerhaus Annostraße sein,
und die Frau kommt ins Luise - Maaßen - Haus rein.

Doch Mary und Josef, diese beiden,
wollten lieber zusammen bleiben.
Der Sachbearbeiter meint: Ihr beiden Geschosse,
ihr landet doch sowieso bald ganz in der Gosse;
doch helfen wir! Ihr kriegt zwar kein Geld,
dafür aber Luftmatratze, Schlafsack und Zelt.
Und steht nach Beisammensein euch immer noch der Sinn,
so zieht mit `nem Bodenseekocher
zu den Rheinwiesen hin.

In den Rheinwiesen war es zu kalt
und Mary meinte zu Josef: Halt !
Es stinkt mir; mir reicht`s ! Mir knurrt schon der Magen,
und ich muß auch noch unser Baby tragen !
Wir setzen uns jetzt in die Straßenbahn rin
und fahr`n zum Dom - nach Punkhausen hin.

Am HBF dann angekommen,
wurd`auf der Domplatte Aufstellung genommen,
und kam dann jemand mal vorbei,
war die Mary schnell dabei.
Sie zeigt`ihren Bauch und fragt ganz zart:
Entschuldigung, hab`n Sie mal `ne Mark ?

Viele gingen vorbei, ohne hinzuseh`n,
doch ab und zu blieb auch mal einer steh`n,
kriegt Mitleid bei diesem Ach und Weh
und griff sodann ins Portemonnaie.
Die Mary hielt dies jedoch nicht lang aus
und faßte sich an den Unterbauch.
Josef, my dear, laß mich nicht allein;
können das denn schon die Wehen sein ?
Der Josef meinte, und seine Stimme war warm:
Schatz, das ist doch sicher nur Fehlalarm;
doch ich seh mal zu, vielleicht wird`s gelingen,
daß ich uns werd`bei den Punkern unterbringen.

Josef geht los und nähert sich mit Zagen
`nem Punkergirl mit grün - rot - lila - Stehhaaren.
Sie hört sich an, was Josef zu sagen hat
und meint: Okay! ; -- der Josef ist platt.
Er kann es einfach nicht versteh`n,
daß auch die Punker nach Menschlichkeit geh`n.-

Schon seit ein paar Tagen war es am Schnei`n,
und man konnte fast meinen, die Welt fröre ein.
Mary und Josef verlor`n nicht den Mut,
denn bei den Punkern ging`s ihnen ganz gut.
Eines Nachts, so bei 8 Grad unter Null,
da fiel die Mary bald seitwärts vom Stuhl.
Josef, sie schmerzgepeinigt keucht,
mir wird`s zwischen den Beinen so feucht.
Hilf mir schnell und hol mal `nen Arzt-
ich glaub`, mir ist grad`die Fruchtblase geplatzt!

Jupp rennt zu den Bahnhofsbullen hin;
denn was and`res kommt ihm grad nicht in den Sinn,
kommt zur Mary zurückgehopft
und ganz Punkhausen, das steht Kopf,
weil, obwohl Josef so schnell spurt,
die Mary hat `ne Sturzgeburt.

In dieser Nacht, wo man vor Kälte das Eis hört knallen,
hört man die Schreie einer Gebärenden
über die Domplatte hallen.
Der Nachthimmel klart auf.Guck mal, ruft einer, schnell!
Was strahlt denn auf einmal der Stern da so hell ?
Es ist, als ob der Himmel erglüht,
als dieser strahlende Stern seine Bahn weiter zieht.

Selbst OB Fritze Schramma,
der durch Zufall anwesend war,
auch dem wurde jetzt klar,
daß dies Kind der König aller Himmelsnationen war.

Auch wenn euch allen der Schädel nun raucht;
So sieht nun mal MEINE Weihnachtsgeschichte der Neuzeit aus.

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